Die Kyritz-Ruppiner-Heide

Wie ein Bad in einem Honigtopf fühlt sich ein Ausflug in die Kyritz-Ruppiner Heide zur Blütezeit im August und September an. Umgeben vom Summen der Bienen breitet sich das lilafarbene Blütenmeer vor den eigenen Augen aus.

Die Kyritz-Ruppiner Heide ist eine der größten zusammenhängenden Heideflächen mit Calluna-Heide in Europa. Bis 1993 wurde die Fläche von der sowjetischen Armee als sogenanntes »Bombodrom« genutzt. Nach Abzug der Streitkräfte übernahm die Bundesrepublik den Übungsplatz zur weiteren militärischen Nutzung. Zahlreiche Proteste und Verfahren führten 2009 letztendlich zum Verzicht auf Militär.

Sielmann-Hügel mit Aussichtsturm in der Kyritz-Ruppiner HeideFoto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Heute ist die Heide durch Calluna-Heide geprägt, dei durch Kiefern und Birken durchbrochen wird. Gräser, Moose und Flechten haben hier ideale Lebensbedingungen. Die Heide bietet zahlreichen geschützten und gefährdeten Tierarten Heimat. So leben dort über 70 Vogelarten, darunter der Wiedehopf und der Seeadler. Seit 2008 ist auch der Wolf wieder in der Heide beheimatet. So lohnt sich ein Besuch nicht nur zur Heideblüte im August und September: Die Ruhe und Weite sowie die Naturvielfalt locken auch zu anderen Jahreszeiten.

Die Heide im SonnenlichtFoto: TMB-Fotoarchiv/Steffen Lehmann

Wer die Heide nicht auf eigene Faust erkunden möchte, dem bieten die Natur- und Landschaftsführer zahlreiche Angebote an. Im August und September finden regelmäßige Führungen durch die Heideblüte sowie Sternenbeobachtungsabende statt. Ganzjährig stehen die Führer darüber hinaus auf Anfrage für Gruppen gern zur Verfügung.

Mehr Informationen zur Heide erhalten Sie von der Heinz-Sielmann-Stiftung: