Vogelzug im Herbst und Winter

Die Zeit des Vogelzugs gehört in der Prignitz zu den faszinierendsten. In den Flussniederungen, Mooren und Seen tanken tausende Zugvögel noch einmal Energie und fressen sich Fettreserven für ihre anstrengenden Flüge in die Winterquartiere an. Dann lassen sich Tausende Kraniche, Wildgänse oder auch Singschwäne beobachten. Ausgeschilderte Rad- und Wanderwege wie auch geführten Touren führen zu Beobachtungstürmen und Rastplätzen mit gutem Ausblick und lehrreichen Informationstafeln im UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg, das auf halbem Weg zwischen Berlin und Hamburg liegt. In einer der letzten naturnahen Flusslandschaften Mitteleuropas bieten die weiten Überschwemmungsflächen der Elbe einen idealen Rast- und Nahrungsplatz für Zugvögel. Besonders gute Beobachtungsmöglichkeiten bietet das Rambower Moor nur wenige Kilometer von der Elbe entfernt. Für weitere Informationen steht Ihnen die Broschüre Vogelperspektiven zur Verfügung:

Veranstaltungen rund um den Vogelzug

01./15./29. Oktober 2022 & 12./26. November 2022 - Zug der Kraniche mit Frank Ermer (Haus der Flüsse Havelberg)

08./09./12./13./14./15./16./19./20./21./22./23./26./27./28./29./30. Oktober 2022 - RangerTour: Kraniche im Abendlicht (Rambow am See)

14. Oktober 2022 - Ein Nachmittag im Zeichen der Kraniche (Burg Lenzen)

11./25. November 2022 - Gänsegeschnatter am Abendhimmel (Burg Lenzen)

Kranichflug in der PrignitzFoto: Tourismusverband Prignitz/Markus Tiemann

Ein unvergessliches Naturerlebnis bietet sich jedes Jahr im September und Oktober: Mit ihren legendären Trompetenrufen fliegen Tausende von Kranichen zu ihren Rastplätzen in den Prignitzer Elbtalauen, um sich auf ihren langen Weiterflug in den Süden vorzubereiten. Auch Wintergäste aus dem Norden wie Saat- und Blässgänse lassen sich in den Morgen- und Abendstunden an ihren Schlafplätzen beobachten. Im Januar kommen Hunderte von Singschwänen aus Sibirien dazu, deren Trompeten weithin schallt. Zahlreiche Radtouren und Wanderwege führen entlang der Elbtalaue zu Beobachtungstürmen und 25 ausgewiesene »Haltepunkte Natur« bieten beste Ausblicke und spannende Einblicke in die natürlichen und kulturellen Höhepunkte innerhalb des UNESCO-Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe-Brandenburg.

Rohrdommelturm im Rambower MoorFoto: Tourismusverband Prignitz e.V./Markus Tiemann

Den Kranichen auf der Spur auf dem Zweiseitenweg

Das Rambower Moor nahe Lenzen gilt mit seiner einzigartigen Flora und Fauna als eines von Deutschlands schönsten Naturwundern, ausgezeichnet von der Heinz Sielmann Stiftung. Ein faszinierendes Naturerlebnis ist im Herbst und Winter der Einflug Hunderter Kraniche und Wildgänse, die laut trompetend in der Abenddämmerung ihren Schlafplatz im Moor aufsuchen. Mit etwas Glück ist aus dem Rambower See mit seinem breiten Schilfgürtel sogar der eigentümliche Ruf der seltenen Rohrdommel zu hören, die im Volksmund nicht umsonst den Namen »Moorochse« trägt. Das Rambower Moor lässt sich am besten über den Zweiseitenweg erkunden. Der Weg rund um das Moor macht Moorgeschichte(n) nah erlebbar. Stege führen über die Moorquellen, sodass man das durchsickernde Wasser sogar glucksen hört. Einzelne Stationen auf dem Weg zeigen die Geschichte von Mensch und Natur am Moor von zwei Seiten – einer historischen und einer aktuellen – und veranschaulichen, warum das Moor so wichtig für bedrohte Tier- und Pflanzenarten ist. Nahe der Örtchen Rambow am See und Boberow befinden sich zwei Aussichtstürme, die einen weiten Blick auf das Moor freigeben. Eine Stärkung gibt es unterwegs in der Moorscheune in Boberow, die samstags, sonntags und an den Feiertagen selbstgemachte Kuchen auf den Tisch bringt.

Kranichzug im Rambower MoorFoto: Tourismusverband Prignitz e.V./Markus Tiemann

Gans besondere Gäste

Doch nicht nur die Kranichrufe hallen durch die Prignitzer Landschaft, sondern auch ein besonders wildes Schnattern. Saat- und Blessgänse sind die häufigsten Wintergäste in der Region. Sie nutzen die offenen Grünlandbereiche und ausgedehnten Überschwemmungsflächen an der Elbe als Rast- und Nahrungsplätze. In den riesigen Gänseschwärmen lassen sich auch Kanadagänse und Weißwangengänse beobachten. Zu den auffälligen Wintergästen zählen auch Sing- und Zwergschwäne. Die melodischen Konzerte der Singschwäne sind weithin zu hören und zählen zu den eindrucksvollsten Naturschauspielen in der herbst- und winterlichen Elbtalaue. Wichtige Rastflächen und damit gute Beobachtungspunkte sind die weitläufigen Wiesen der Lenzerwische zwischen Lenzen und Dömitz und die neu geschaffenen Überschwemmungsflächen an der Elbe.

Gänse in der Prignitzer ElbtalaueFoto: Tourismusverband Prignitz/Dieter Damschen

Auf den Spuren des Königs der Lüfte

Doch auch die »großen Greifer« lassen sich in dieser Zeit besonders gut beobachten. Raufußbussard, Kornweihe und Mäusebussard gehen in der winterlichen Lenzerwische und auf den weitläufigen Wiesen an der Elbe auf die Jagd. Jetzt lässt sich auch der größte Greifvogel der Region besonders gut entdecken – der Seeadler. Die großen Gänse- und Ententrupps ziehen den König der Lüfte natürlich besonders an, sodass er über dem Fluss häufig bei der Jagd nach Nahrung anzutreffen ist. Doch auch in den Sommermonaten kann der zurückgezogene, in den Auwäldern brütende Adler wieder regelmäßig beobachtet werden.

Foto: Tourismusverband Prignitz e.V./Dieter Damschen
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