Open Monument Day

The nationwide “Open Monument Day” takes place every year on the second Sunday in September. Then historical sites and buildings that are otherwise inaccessible or only partially accessible open their doors and invite history and architecture lovers to forays into the past. In expert tours, “history you can touch” is conveyed.

Sein & Schein - in geschichte, Architektur und Denkmalpflege

»Der Schein trügt«, »Mehr Schein als Sein« oder »Die Welt urteilt nach dem Scheine« – viele Sprichwörter greifen das Verhältnis von Täuschung und Realität auf. Ob Magie oder Historienfilme - in vielen Lebensbereichen werden wir Teil einer »vorgetäuschten« Wirklichkeit. Doch warum lassen wir uns so gerne verzaubern, verblüffen und hinters Licht führen? Nicht erst seit Social Media spielen wir mit unserer Wahrnehmung. Was in der Antike beginnt, findet in der Kunst und Architektur des Barocks seinen Höhepunkt und strahlt bis in die Gegenwart.

Deshalb beschäftigt sich der Tag des offenen Denkmals 2021 mit Illusionen, Täuschungen und der Originalität der Denkmale. Das »Sein« steht dabei an erster Stelle, denn ohne Original und Materialität gibt es weder Täuschung, Retusche noch Rekonstruktion. Denkmale können nur dann Geschichten erzählen, wenn die Spuren der Historie zu erkennen sind.

Hier finden Sie eine Übersicht der Teilnehmer

Kloster Stift zum Heiligengrabe

Die fast vollständig erhaltene Zisterzienserinnen-Klosteranlage, welche später ein Evangelisches Damenstift wurde, ist heute wieder Ort einer Frauengemeinschaft. Sehenswert sind die Heiliggrabkapelle und die Stiftskirche, die Abtei mit Kreuzgang und Museumsräumen, der barocke Damenplatz, der Kräutergarten und vieles mehr. Kulturelle Höhepunkte sind die Sommerkonzerte, die Einkehrzeiten, Seminare, Klostermärkte, Führungen oder auch der Besuch der Dauerausstellung zur Klostergeschichte.

Kloster Stift zum Heiligengrabe
Stiftgelände 1
16909 Heiligengrabe
033962/80 80
info@klosterheiligengrabe.de
www.klosterstift-heiligengrabe.de

Stadt- und Regionalmuseum Perleberg

Die Berliner Kuratorin und Kunsthistorikerin Dr. Sylvia Müller-Pfeifruck führt durch die Sonderausstellung »Kriegergedächtnismale in den Kirchen der Prignitz. Kontinuität oder Wandel nach 1945?«.

Vorgestellt wird die Geschichte der Kriegergedächtnismale mit Fokus auf die Prignitz. Wer hat sie gestiftet? Welche Botschaften vermitteln sie? Welche Funktionen besaßen sie? Dienten sie der Kriegs- und Heldenverherrlichung oder der Trauer? Waren sie als Mahnmale gedacht? Wie wurde mit ihnen der Krieg in Friedenszeiten verarbeitet? Gefragt wird auch nach den Auftraggebern, den Herstellern und der Präsentation im Kirchenraum.

Die Sonderausstellung ist ein Projekt im Rahmen des Themenjahres »Krieg und Frieden. 1945 und Mönchort 7–11, 19348 Perleberg (Lageplan)

Stadt- und Regionalmuseum Perleberg
Mönchort 7-11
19348 Perleberg
03876/78 14 22

museum@stadt-perleberg.de
www.stadtmuseum-perleberg.de

Klosterviertel Kyritz

Am Rande der Altstadt liegt das Klosterviertel. Das Franziskanerkloster St. Johannis in Kyritz entstand in der 2. Hl. 13. Jhs. Im ausgehenden Mittelalter erlangte das Kloster innerhalb des Konvents über­regionale Bedeutung. Zu den Förderern des Klosters gehörten markgräfliche Amtsträger, aber auch wohlhabende Bürger – und nicht nur aus Kyritz. Nach der Aufhebung des Klosters 1541 erhält ein Landadliger das Klostergelände als Lehen und überträgt einen Teil der Anlage an die Stadt als Armenhaus. Nachdem diese Gebäude verfielen, erfolgt zu Beginn des 18. Jhs. der Abriss. Die Klosterkirche diente im 17. Jh. als Stadt- und danach als Garnisonskirche und wurde Ende des 18. Jhs. bis auf den erhaltenen Teil der nördlichen Längswand abgebrochen. Lediglich der als Wohnhaus genutzte und in Barock umgebaute Klausurflügel blieb erhalten.

In den Jahren 2013/14 wurden die erhaltenen Teile der Nordwand, des Kirchenschiffs mit dem Pfortenhaus, die Stadt- und Klostermauer sowie der Gartenpavillon saniert. Seit Mitte der 1990er-Jahre finden im Garten der leerstehenden Klosteranlagen vielfältige Kulturveranstaltungen statt.

Bis zum Jahr 2025 ist geplant, den Klausurflügel und die frühere Brennerei zu sanieren und das gesamte Areal zum Kulturzentrum mit Museum, Bibliothek, Veranstaltungsraum und Touristinformation zu entwickeln.

Franziskanerkloster und Klostergarten
Johann-Sebastian-Bach-Straße 6
16866 Kyritz

Wegemuseum Wusterhausen

Das Haus Am Markt 3 beherbergt das Wegemuseum, die Bibliothek, die Galerie Alter Laden und die Touristinfo. Alle Räume sind mit der neuen Aufnahme digital zugänglich - erleben Sie das Haus wie bei einem echten Rundgang, den der digitale Besuch aber natürlich nicht ersetzen kann.

Wegemuseum Wusterhausen
Am Markt 3
16968 Wusterhausen/Dosse
033979/87760
info@wegemuseum.de
www.wegemuseum.de