Offene Gärten in der Prignitz

Die vielfältige Prignitzer Natur- und Kulturlandschaft hat einiges zu bieten: Grün prägt nicht nur die weiten Wiesen, Weiden und Wälder – auch in den Städten und Dörfern grünt und blüht es.

Foto: Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg/Häuser

Besonders schön sind die kleinen Vorgärten mit Beeteinfassung aus Buchsbaum, Taxus oder Blühpflanzen - Visitenkarten der Hausbewohner. Hinter vielen Häusern verbergen sich oft Gärten im traditionellen oder individuellen Stil.

In einigen dieser meist rein privaten Gärten laden die Gartenbesitzer ein. Die »Offenen Gärten« finden 2020 am 3. Mai, 14. Juni und 13. September in der Zeit von 10 bis 17 Uhr statt. Historische Parks der Herrenhäuser und Schlösser in der Prignitz laden zum Spaziergang und Verweilen ein.

+++ Die Offenen Gärten finden am Sonntag, den 14. Juni, wie geplant statt. Bitte achten Sie auf die Abstands- und Hygieneregeln. Der Termin im September steht weiterhin unter Vorbehalt. +++

Eine aktuelle Übersicht aller teilnehmdenden Gärten in der Prignitz, die am 14. Juni ihre Toren öffnen, finden Sie nachfolgend.

Foto: Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg/Häuser

Äpfel, Kräuter- und vergessene Gemüsesorten

Das 1937 aus rotem Backstein erbaute Eisenbahnerhaus steht auf einem 800 m² großen Grundtsück in Waldnähe, das viele Jahrzehnte über parkartig bewachsen war. Seit 2008 wurde es schrittweite in einen Nutzgarten zur Selbstversorgung nach biologischen Prinzipien umgewandelt. Hervorzuheben ist der seit damals vorhandene sowie der neu angesiedelte Bestand an alten Obstbäumen, u. a. die Apfelsorten Finkenwerder Herbstprinz, Pommerscher Krummstiel, Roter Eiserapfel, Prinz Albrecht von Preußen, Herzvater-Apfel und die Birnensorten Clapps Liebling und Gellerts Butterbirne sowie zahlreiche Beerensträucher von Aronia bis Saskatoon-Beere. Traditionelle Gemüsesorten wie Ostfriesische Palme, Ewiger Koh sowie essbare und Heilkräuter (Ysop, Estragon, Herzgespann, Alant, Andorn, Deutscher Bertram, Heilziest, Weinraute) bilden einen weiteren Bestandteil des naturnahen und insektenfreundlichen Gartens.

Offene Gärten in der Prignitz:
14. Juni
10-17 Uhr

Thomas Pluschke
Eichenweg 7, 19336 Bad Wilsnack
Der Garten von Thomas PluschkeFoto: Thomas Pluschke

Bäume, Hecken und ein »Wilder Hügel«

»Oh Wanderer, kommst du nach Havelberg, versäue nicht einen Besuch im Park des ArtHotels«. Unter den 100jährigen Linden und alten Kastanien findet der Wanderer auch an heißen Tagen einen kühlenden Schatten. Ein regelrechter Buchsbaum-Lindwurm windet sich wie im Märchen zu Füßen der Besucher. Im japanischen Teil schmiegt sich ein kleiner Teich an ein Kiesbeet - und auf dem sogenannten »Wilden Hügel« darf sich alles ausbreiten, was im Sommer Bienen und anderen Insekten Labsal und Nahrung bietet. Dazu bietet ein kleiner Ausblick aus Weidengeflecht Entspannung. Zusammengefasst: ca 8.000 m² Parkanlage mit 100jährigen Bäumen wie Linden, die größte Buxbaumhecke der Altmark, japanisch inspirierter Bereich, Wilder Hügel, Kräuter-Hochbeete für das eigene Restaurant. Es ist so besonders hier, dass man diesem magischen Ort die Plakette »Natur im Garten« verlieh.

Offene Gärten in der Prignitz:
14. Juni und 13. September
10 – 17 Uhr
Die Führung entfällt, aber ein stummer Führer ist an der Rezeption des Hotels erhältlich.

ArtHotel Kiebitzberg
Schönberger Weg 6, 39539 Havelberg
Tel. 039387/59 51 51
arthotel@kiebitzberg.de
www.arthotel-kiebitzberg.de
Garten vom ArtHotel KiebitzbergFoto: ArtHotel Kiebitzberg

Burgpark Lenzen

Genießen Sie einen herrlichen Rundgang durch den etwa 400 Hektar großen historischen Park der Burg Lenzen. Im »NaturPoesieGarten« finden sich zwischen blütenreichen Kräuterwiesen, Staudenbeeten und Gehölzinseln neun Kunstwerke, die in Verbindung mit ausgewählten naturphilosophischen Zitaten Denkanstöße zum Verhältnis von Mensch und Natur geben. Im hinteren Teil des denkmalgeschützten Burgparks befindet sich das »AuenReich«. Entlang eines 400 Meter langen Rundweges werden an sechs Stationen Einblicke in die besonderen Leistungen einer naturnahen Auenlandschaft gewährt. Hier befinden sich auch ausgedehnte Streuobstwiesen mit besten Bedingungen für Siebenschläfer und Steinkauz. Seit 2019 wird im Burgpark »Hortus Lunkini« das 3-Zonen-Prinzip angewendet. Verschiedene Elemente im Gartengelände wie Steinhaufen und Totholzecken setzen gestalterische Akzente und bieten für Ringelnatter, Spitzmaus, Ohrwurm und Co. sichere Verstecke. Neben der Anlage eines Magerbeetes und dem Bau von Käferkellern ist in diesem Jahr die Umsiedlung unserer Nashornkäfer geplant. Gestalten auch Sie den eigenen Garten zu einer Oase des Lebens und leisten Sie damit einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz.

Offene Gärten in der Prignitz:
14. Juni und 13. September 2019
10-17 Uhr
Die Führung entfällt, aber ein stummer Führer ist im Besucherzentrum erhältlich.

Der Garten ist ständig zugänglich. Eine kostenfreie Broschüre für den NaturPoesieGarten ist im Besucherzentrum erhältlich.

BUND Besucherzentrum Burg Lenzen
Burgstraße 3, 19309 Lenzen
Tel. 038792/12 21
info@burg-lenzen.de
www.burg-lenzen.de
Park der Burg LenzenFoto: Ralf Häfke

Schau-, Sichtungs- und Selbstversorgergarten

Das idyllisch am Wald gelegene, 1,3 ha große Gelände wird seit Ende der 1920er Jahre gärtnerisch genutzt und ist seit 2013 in den Händen der biologisch wirtschaftenden Staudengärtnerei Teske. Die beiden Gärtner sehen ihre Pflanzungen als Experimentierfeld. Ständig gewinnen sie neue Erkenntnisse über verschiedenste Pflanzen und deren Kombinationsmöglichkeiten. Neben den Kultursorten haben auch ausgewählte Wildstauden einen festen Platz im Naturgarten und den Mutterpflanzenquartieren. Die Gartengestaltung mit vielen Wildkräutern dient auch als Treffpunkt für Insekten und Vögel. Im Sommer bietet das Ensemble von alten Gebäuden und Restmauern ehemaliger Gewächshäuser der bunten Pflanzenvielfalt eine kulturlandschaftliche Bühne für eine selten hohe Anzahl von Schmetterlingen. Selbst rare Arten wie der Magerrasen-Perlmuttfalter, Aurorafalter und der Hummelschwärmer finden hier ihren Lebensraum.
Es gibt Kaffee, Tee und Kuchen, der Kauf von Stauden ist möglich.

Offene Gärten in der Prignitz:
14. Juni, 19. Juli, 11. August + 13. September 2019
10 – 17 Uhr

Tipp:
Die Gärtnerei Teske öffnet ihre Türen auch im Rahmen der Offenen Gärten Berlin-Brandenburg für Besucher.
Alle Informationen finden Sie hier.

Bitte beachten:
Die Gärtnerei liegt nicht direkt im Ortsteil Seefeld. Von der B103 fahren Sie in Buchholz Richtung Groß Woltersdorf am Funkmast vorbei durch den Wald dann erstes Gehöft links.

Gärtnerei Teske
Groß Woltersdorfer Damm 1, 16928 Pritzwalk OT Seefeld
www.gärtnereiteske.de
Gärtnerei Teske

Heil-Kunst-Garten Zempow

Willkommen im 6.500 m² großen Heil-Kunst-Garten. Nach dem Motto: »Das Problem ist die Lösung« bewirtschaften wir den Garten nach den Grundsätzen der Permakultur, die auch unser Leben prägt. In zehn Jahren ist aus einem Stück Ackerland mit Ideen, Fleiß und Freude am Gestalten ein Naturgarten entstanden, der heute eine Oase für Mensch und Tier ist. Der Garten zeigt uns, wie er wachsen möchte. So sind viele Pflanzen aus der Zeit des Entstehens des Heil-Kunst-Gartens mit Neuanpflanzungen ergänzt worden. In der gestalteten Naturoase gibt es viele Ruheplätze. So können die Besucher die Freude am natürlichen Garten erleben. Der Ausblick von einerm Hügel auf den Heil-Kunst-Garten oder auf einen anderen lauschigen Platz ist ein Genuss.

Offene Gärten in der Prignitz:
14. Juni
10 – 17 Uhr
und nach Vereinbarung
Führung nach Bedarf

Marina Gensch
Ferien- und Gesundheitshof Ginkgo
Zempower Dorfstraße 24, 16909 Wittstock OT Zempow
www.heil-kunst-garten-zempow.de
Heil Kunst Garten Zempow

Grüne Oase

Diese Grüne Oase befindet sich hinter dem Ausflugslokal auf einem rund 6.000 m² großen Gartenparadies. Der große Garten begeistert mit einem Schwimmteich und der sehr abwechslungsreichen Bepflanzung. Dazu zählen Strauchpaeonien, Judasbaum, Schönstrauch, Sicheltanne, Felsenbirne und verschieden Rosen. Besucher auf der Sinnestreppe werden mit dem besten Blick auf die Streuobstwiese und den Fischteich belohnt. Der Nutzgarten lädt zum Naschen und Probieren ein: köstliche Aroniabeeren, Schlehen oder die Schwarze Maulbeere als etwas seltenere Früchte neben den bekannten Beeren. Außerdem gibt es Pflazenableger zu erwerben. Ein kleiner Streichelzoo ermöglicht Tierfreunden den Kontakt zu Tieren.

Offene Gärten in der Prignitz:
3. Mai, 14. Juni und 13. September
10-17 Uhr
Führungen jeweils um 11 Uhr

Tipp:
Die Grüne Oase öffnet ihre Türen auch im Rahmen der Offenen Gärten Berlin-Brandenburg für Besucher.
Alle Informationen finden Sie hier.

Essen-Erleben-Entspannen
Grüne Oase
Jabeler Dorfstraße 20, 16909 Heiligengrabe OT Jabel
Grüne Oase

Unser naturnaher Garten

Der große Garten umfasst mehrere Bereiche und wird seit 14 Jahren bewirtschaftet. Wir haben einen großen Teich, mehrere Staudenbeete, einen Steingartenhügel und einen formalen Rosengarten, dessen Beete nun (statt mit Buchsbaum) mit einer jungen Taxushecke eingefasst sind. Auf mehreren Hochbeeten haben wir Erdbeeren, Gemüse und Kräuter sowie einige Beerensträucher gepflanzt. Obstbäume und ein Gewächshaus mit Tomaten versorgen uns mit Früchten. Eine Wildwiese mit vielen Frühblühern und blütenreichen Wildplfanzen schließt sich an. Der hintere Teil des Gartens ist asiatisch geprägt und hat unter anderem zwei kleine Teiche und formierte Gehölze. Der Garten ist weitgehend naturnah und mit üppigen Kletter- und Blühpflanzen gestaltet, so dass wir im Sommer viele Insekten, Schmetterlinge und Vögel haben.

Offene Gärten in der Prignitz:
14. Juni
10 – 17 Uhr

Monika und Wolfgang Tolksdorf
Fontanestraße 38, 16866 Tramnitz
Garten von Tolksdorf

Klosterstift zum Heiligengrabe

Die fast vollständige erhaltene, aber in den vergangenen Zeiten immer wieder umgebaute Klosteranlage ist ein ehemaliges Zisterzienserinnenkloster in Heiligengrabe, das nach der Reformation ein evangelisches Stift für adelige Damen wurde. Noch immer ist dieser Ort dem geistigen Leben gewidmet. Auf einer Fläche von circa fünf Hektar präsentieren sich mehrere gärtnerisch reizvolle Anlagen wie die barocken Fachwerkhäuser mit ihren einheitlich gestalteten Vorgärten- Die Bepflanzung reicht von Stauden über Kräuter bis zu Rosen und Sträuchern. Die erst in den vergangenen zwei Jahren renaturierten Teiche werden von einem alten Baumbestand gesäumt. Reizvolle Exemplare sind darunter: ein knorriger Catapla, eine Sumpfzypresse und eien große Sternmagnolie, die im Frühjahr ihre weißen Blüten erstrahlen lässt. 2004 wurde in einem von einer Buchenhecke umschlossenes Areal ein Kräutergarten angelegt. Er beherbergt etwa 80 Heil- und Küchenkräuter, die nach Anwendungsart in verschiedenen Kastenbeeten ihren Platz finden. Ergänzt wird das ruhig, fast meditativ wirkende Areal durch Stauden und Sträucher.

Offene Gärten in der Prignitz:
14. Juni und 13. September
10-17 Uhr
Führungen jeweils um 14 Uhr

Gisela Karger
Stiftgelände 1, 16909 Heiligengrabe
Der Garten des Klosterstifts

Asiatisches Gartenflair

Asiatisches Flair erwartet die Gäste im Garten der Familie Stahlberg in Blumenthal. Auf einer Gartenfläche von ca. 2.000 m² entstand in den letzten 15 Jahren ein asiatischer Garten mit angrenzendem Bauerngarten. Charakteristisch für diesen asiatischen Garten sind großflächige Trockengärten, das Teehaus sowie die Teichanlage. Viele Formgehölze, Steine, Gräser, Funkien und Stauden zählen zu den gestalterischen Elementen. Die Besucher können ebenfalls durch den neu entstandenen Bonsaigarten schlendern. Der gesamte Garten bietet vielen Insekten und Vögeln einen natürlichen Lebensraum mit vielen Unterschlupfmöglichkeiten zwischen Stauden, Rosen und im Spalierobstgarten. Ebenso begrüßt Familie Stahlberg seit 1990 jährlich Storchenpaare im Host auf unserem Grndtsück.

Offene Gärten in der Prignitz:

14. Juni
10-17 Uhr

Michael Stahlberg
Straße der Einheit 66, 16909 Heiligengrabe OT Blumenthal
Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Martina Grade
Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg
Tel. 038791/9 80 17
Martina.Grade@lfu.brandenburg.de