Evangelische Radwegekirche Blüthen

Radwegekirche

Kontakt

Zum Reitplatz 5, 19357 Karstädt GT Blüthen (Lageplan)
www.kirchenkreis-prignitz.de

Evangelische Radwegekirche Blüthen

Bei der Evangelischen Radwegekirche Blüthen handelt es sich um eine kleine mittelalterliche Saalkirche von 1509 aus Feldsteinen mit Staffelgiebel aus Backstein und vorgebautem hölzernen Fachwerkturm von 1851. Besonders hervorzuheben ist das nordöstliche gemalte Buntglasfenster. Es sucht in dieser Form seinesgleichen in Brandenburg. Das Fenster entstand 1874 als Glasgemälde von Wilhelm Steinhausen (1846-1924). Dargestellt ist eine Frau mit einem Kind auf dem Arm vor einem offenen Sarkophag in flacher Winterlandschaft. Aus Aufzeichnungen und Briefen des Malers Wilhelm Steinhausen geht hervor, dass er in Blüthen bei seinem Bruder Pfarrer Heinrich Steinhausen und seiner Mutter mehrfach zu Gast war, zuletzt Weihnachten 1872. Andere Werke von ihm auf Leinwand befinden sich in der Alten Nationalgalerie Berlin, in der Gemäldegalerie Dresden Neue Meister und im Museum der bildenden Künste Leipzig. Das Fenster wurde 1995 von der Firma Ilona Berkei aus Zeuthen umfassend restauriert. lm Turm hängen zwei alte Glocken von 1525, die größere Maria im Strahlenkranz, ähnlich der Marienglocke in Perleberg.

Sehenswert ist ebenso das Pfarrhausmuseum Blüthen. Ein Landpfarrerleben kann hier inmitten von authentischer bzw. genau rekonstruierter Einrichtung besichtigt werden. Bilder erzählen von Amtshandlungen, Dorffesten, Hochzeiten oder Pfarrkonventen. Zu Wort kommen die »Seelen« des Pfarrsprengels – Dorfbewohner, Lehrer oder die Rittergutsbesitzer von Stavenow

Öffnungszeiten: Von Ostern bis zum Reformationstag hat die Kirche täglich von 9-17 Uhr geöffnet.

Kultur: Kirche

Foto: Tourismusverband Prignitz/Markus Tiemann
Foto: Tourismusverband Prignitz/Markus Tiemann
Museum Landpfarrhaus BlüthenFoto: Tourismusverband Prignitz/Markus Tiemann

Lage

Bushaltestelle < 1000 m, Radweg < 1000 m, Ruhige Lage

Radfernwege: Elbe-Müritz-Rundweg

Premiumradtouren: Dorfromantik

Fotografie: Tourismusverband Prignitz/Markus Tiemann