Drei brandheiße Sommertipps

1. Ab ans Wasser - Unsere Highlighttipps im Sommer am, im und auf dem Wasser
2. Touren und Tipps - Unsere Highlighttipps im Sommer, um sich mit dem Rad oder zu Fuß den Wind um die Nase wehen lassen
3. Was man im Sommer in der Prignitz unbedingt erlebt haben muss

Sonnenuntergang an der Löcknitz bei BreetzFoto: Tourismusverband Prignitz/Lukas Häuser

1. Ab ans Wasser - Unsere Highlighttipps im Sommer am, im und auf dem Wasser

Wenn der Wetterbericht Sonne verspricht, geht es ohne Umwege ans Wasser. Endlich wieder den Sand zwischen den Zehen spüren und einen Sprung in das kühle Nass wagen. Die Prignitzer Badeseen sind da eine willkommene Abwechslung. Freizeitkapitäne finden ihr maritimes Glück bei einer Kanutour. Im und auf dem Wasser lässt sich die Prignitz erfrischend gut erkunden.

Badesaison in der Prignitz - Unsere top 3 Highlighttipps

Das historische Strandbad in Kyritz
Das Kyritzer Strandbad am Untersee liegt mitten in einer wald- und wasserreichen Gegend idyllisch versteckt. Seit nunmehr fast 100 Jahren heißt das historische Strandbad Kyritz seine Badegäste am idyllischen Untersee willkommen. Hier trifft das Flair der guten alten Zeit auf die Anforderungen an zeitgenössische Freizeitanlagen. Moderne Umkleidekabinen, Duschen und Toiletten sowie ein Imbiss und der Verleih von Liegestühlen, Spielgeräten und Tretbooten sind im Angebot des Strandbades enthalten. Für die kleinen Badegäste gibt es eine 75 m lange Spiralrutsche, eine 12,5 m lange Breitrutsche, Sprungtürme (3 m und 1 m hoch), ein Kinderspielschiff mit Klettergerüst und eine Tischtennisplatte.

Wer mal Ruhe und Abstand von dem Trubel am Strand sucht, der ist am Direkt neugestalteten Steingarten goldrichtig. Hier können es sich Sonnenanbeter auf bequemen ergonomisch geformten Liegen gemütlich machen. Genießen Sie den Ausblick über das weitläufige Strandbadgelände.

Termine zum Vormerken:
26. Juni: 100 Jahre Strandbad Kyritz mit einem großen Piratenfamilienfest
3. Juli/31. Juli/28. August: Kyritzer Sommerkino im Strandbad Kyritz unter freiem Himmel
20. bis 22. August: Seefest mit Bootskorso und Segelregatta

Strandbad Kyritz
Seestraße 120
16866 Kyritz
033971/7 22 62
strandbad-kyritz.de/

Historisches Strandbad Kyritz

Das Naturbad Groß Woltersdorf
Das Naturbad Groß Woltersdorf ist ein von reinen Quellen gespeister Badesee in Waldnähe. Der See hat einen Sandstrand, von dem aus das Wasser seicht abfällt, aber auch so tief wird, dass man ordentlich schwimmen kann. Auf dem See gibt es künstliche Inseln (Pontons), von denen man rutschen und ins Wasser springen kann. Am Strand lädt eine Liegewiese zum Entspannen ein, und wer es lieber aktiver mag, hat die Möglichkeit zum Volleyball spielen. Direkt am Badesee gelegen befindet sich ein Zeltplatz, dessen Sanitäranlagen für die Badegäste nutzbar sind.

In unmittelbarer Nähe zum Badesee befinden sich eine Sommerrodelbahn und ein Naturlehpark, die einen Besuch mit der Familie wert sind.

Naturbad Groß Woltersdorf
Am Märchenwald 5
16928 Groß Pankow (Prignitz) OT Groß Woltersdorf
03395/30 26 94
verein@wahrberge.de
www.wahrberge.de

Naturbadesee Groß Woltersdorf

Strandbad Friedensteich in Wittenberge
Das ruhig am Stadtrand von Wittenberge gelegene Freibad im Stadtwald lädt mit seinem Sandstrand zum Baden ein. Der Friedensteich bietet dem Badegast sehr klares Wasser und hervorragende Flächen zum Beachvolleyball und Beachsoccer spielen. Des weiteren gibt es eine Minigolfanlage, Kegelbahnen, einen Niedrigseilgarten, einen Imbiss und ein neu errichtetes Mehrzweckgebäude im Fachwerkstil. Eine Wiese mit Sonnensegeln und großen Bäumen, die Schatten spenden, gehören ebenfalls zum Areal des Naherholungsgebietes. Übernachtungen sind auf dem Campingplatz oder in den Blockhütten möglich.

Der Freizeitpark Wittenberge bietet Ferienfreizeiten am Friedensteich in Wittenberge an. Es werden Camps zu thematischen Schwerpunkten geboten:

  1. Fußballcamp
  2. Schwimmcamp
  3. Beachvolleyballcamp
  4. Handballcamp
  5. Kanucamp
  6. Tauchcamp
  7. Parcours

Strandbad Friedensteich
Eingang Ecke Gehrenweg / Düsterweg
19322 Wittenberge
03877/56 79 94 45
info@freizeit-park-wittenberge.de
www.freizeit-park-wittenberge.de/strandbad.html

Friedensteich in Wittenberge

Ab aufs Wasser - Unsere top 3 Highlighttipps

Kanutour auf der Kyritzer Seenkette
Die Prignitzer Landschaft rund um Kyritz bietet mit ausgedehnten Wäldern und weiten Feldern ein hautnahes Naturerlebnis an. Alles was unsere schöne märkische Heimat zu bieten vermag, ist hier vereinigt: ausgedehnte Waldungen, flache Luchzonen, Moore, Flussläufe und verträumte Seen.
Kyritz liegt am Landschaftsschutzgebiet »Kyritzer Seenkette«. Wie an einer Perlenschnur aufgezogen, erstrecken sich die Seen des Ober- und Untersees von Bork-Lellichow bis nach Wusterhausen - ein großes Freizeitparadies für Angler, Camper, Radler, Wanderer und Wassersportler. Die etwa 20 km lange eiszeitliche Schmelzwasserrinne, bestehend aus Klempowsee und Bantikower See (Untersee) sowie Stolper See, Salzsee und Borker See (Obersee) wird bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts für touristische und Naherholungszwecke genutzt. Sportboote mit Verbrennungsmotoren sind auf der Kyritzer Seenkette nicht zugelassen. An und auf dem See befinden sich die Strandbäder Kyritz und Wusterhausen, Fahrgastschifffahrt und Fähre, Bootsanleger und Badestege, Bootshäuser und Bootshallen, Bungalowsiedlungen, Zeltplätze, Gaststätten und Wanderwege. Auf der Untersee-Insel wird seit 1893 eine einmalig idyllisch liegende Gaststätte betrieben, die INSL. An der Kyritzer Seenkette kommen geschützte, seltene Tierarten wie Fischotter und Biber sowie Rotmilan und Seedler vor.

Der »Wassernomade« André Kienast bietet als zertifizierter Natur- und Landschaftsführer geführte Kanutouren entlang der Kyritzer Seenkette an. Wer die idyllisch zwischen Wäldern gelegene Seenkette lieber auf eigene Faust erkunden möchte, kann bei ihm Kanus inkl. Ausrüstung mit Abhol- und Bringservice zum Ausgangspunkt in Bork buchen.

Natur- und Landschaftsführer
Andree Kienast
Dorfstr. 70
16866 Gumtow OT Wutike
01520/6 09 69 41
andree@wassernoma.de

Kanufahren auf der Kyritzer Seenkette

Kanutour auf der Löcknitz
Bruch- und Auwaldreste, großflächige Röhrichtbestände, Uferabbrüche, Sandbänke sowie Prall- und Gleithänge bieten optimalen Lebensraum für viele geschützte Pflanzen- und Tierarten wie Biber, Fischotter, Fledermäuse, seltene Vögel sowie zahlreiche Insekten und Libellen. Die Löcknitz ist von Burg Lenzen aus ca. 10 Kilometer bis zur Landesgrenze nach Mecklenburg-Vorpommern zu befahren. Eine Einkehrmöglichkeit befindet sich im Künstlerdorf Breetz, das Café Raum für Altes und Schönes bietet selbstgemachte Kuchenspezialitäten und erfrischende Eissorten.

Ihr Kanu erhalten Sie vom BUND Besucherzentrum Burg Lenzen. Ein Besuch der Ausstellung »Flusslandschaft am Grünen Band« ist ebenso sehenswert wie der Burgpark mit seinem weitläufigen Naturpoesiegarten und dem AuenReich, dem ersten interaktiven Auenerlebnisgelände. An sechs Stationen laden interaktive Exponate sowie Sinnes- und Erlebnisstationen zum Relaxen, Staunen und Mitmachen ein. Der Lebensraum Flussaue lockt Sie hier etwa an einen Wasserspieltisch des ‚WasserReiches‘. Dort können sie eine Flusslandschaft anlegen und testen, wie diese bei Hochwasser aussehen würde. Mit Sand und Lehm gestalten sie Flusslauf samt Deich, anschließend heißt es mit einer Pumpe »Wasser marsch!« und es zeigt sich, ob ein Hochwasser die Deiche bedroht oder der Fluss aus­reichend Raum hat, sich auszubreiten. Ein weiteres Highlight ist die Baumhängebrücke im ‚WaldReich‘. Hier lassen sich mit fest installierten Auenfernrohren scheue Arten erkunden, die in einem Auenwald leben. Und für alle, die es gemütlich angehen lassen wollen, stehen im ‚GenussReich‘ zwei Auenliegen bereit. Hier gilt: Augen zu und Ohren auf, um die vielfältigen Geräu­sche der Aue ganz bewusst wahrzunehmen.

BUND Besucherzentrum Burg Lenzen
Burgstraße 3
19309 Lenzen
038792/12 21
info@burg-lenzen.de
www.burg-lenzen.de

Kanufahren auf der Löcknitz zwischen Lenzen und Breetz

Mit dem Fahrgastschiff auf der Elbe in Wittenberge
Das herrliche Panorama der Elbestadt wird heute stark von den Zeugen ihrer industriellen Vergangenheit, wie der alten Ölfabrik, deren gewaltige Speichergebäude und den Türmen des Singerwerkes, geprägt. Diese sind allerdings nicht als Reliquien vergangener Zeiten zu verstehen, sondern viel mehr als Symbol des Wandels, den die Stadt in den letzten Jahrzehnten vollzogen hat. Die einstigen Produktionsstätten haben sich längst in industrielle Sehenswürdigkeiten oder touristische Attraktionen verwandelt. Vom Schiff aus lernen Sie die Wasserseite Wittenberges kennen. Die Industriehäfen der einstigen Großbetriebe SINGER Nähmaschinenwerk und Ölmühle bekommen Sie ebenso zu sehen wie den angrenzenden Karthaner See mit seinem Schöpfwerk. Ein kleiner Abstecher führt auf der Elbe Richtung Eisenbahnbrücke.

Jeden Sonntag ab 15:00 Uhr am Bootsanleger »Alte Ölmühle« (ca. 1 Std.), Preis p. P. 9,00 € (Kinder bis 16 Jahre 6,50 €)

Freizeit Park Wittenberge GmbH
Bad Wilsnacker Str. 52
19322 Wittenberge
03877/7 51 25
info@freizeit-park-wittenberge.de
www.restaurant-zum-faehrmann.de

Eine Schiffstour auf der Elbe mit der Herz II ab Wittenberge

2. Touren und Tipps - Unsere Highlighttipps im Sommer, um sich mit dem Rad oder zu Fuß den Wind um die Nase wehen lassen

Ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad: Mit unseren Tourentipps geht es rund um Seen, vorbei an beeindruckenden Naturlandschaften und in blühende Naturlandschaften.

Den Wind um die Nase wehen lassen am Wasser - Unsere top 3 Fahrradtouren im Sommer

1. Kleeblatt-Städte-Tour (34 km)
Die Kleeblatt-Städte-Tour führt entlang des Naturschutzgebietes Kyritzer Seenkette. Mit seinen ausgedehnten Wäldern, flachen Luchzonen, Mooren, Flussläufen und verträumten Seen bietet die das Naturschutzgebiet ein hautnahes Naturerlebnis. An der Kyritzer Seenkette kommen geschützte, seltene Tierarten wie Fischotter und Biber sowie Rotmilan und Seedler vor. Wie an einer Perlenschnur aufgezogen, erstrecken sich die Seen des Ober- und Untersees von Bork-Lellichow bis nach Wusterhausen. Unterwegs sind immer wieder kleine Badestellen zu finden, die Erfrischung bieten oder zu einer Pause einladen. Besonders empfehlenswert ist das Strandbad in Kyritz. Von hier aus kann mit der Fähre übergesetzt werden zur INSL, einem Ausflugslokal mitten auf einer Insel im Kyritzer Untersee mit einem regionalen Speisenangebot.

Der Kyritzer UnterseeFoto: REG Nordwestbrandenburg mbH

2. Pollotour (39 km)
Sie dampft und schnaubt auf der 9 Kilometer langen Strecke von Lindenberg nach Mesendorf – "Pollo”, die einzige Schmalspurbahn Brandenburgs. Sie bietet auch Fahrtage an einigen ausgewählten Sommerwochenenden. Von 1897 bis 1971 beförderte sie vor allem Güter quer durch die Prignitz. Knotenpunkt war Lindenberg, das heute ein Kleinbahnmuseum beherbergt. An einigen Wochenenden hat es geöffnet, dann können Fans auch mit historischen Dampf- und Diesellokzügen mitfahren. Die Radtour führt ein gutes Stück entlang der Prignitzer Kleinbahn und passiert viele weitere Erlebnisorte vor allem für Familien mit Kindern. Im Sommer sollte ein Halt am Naturbadesee in Groß Woltersdorf nicht fehlen. In unmittelbarer Nähe befindet sich der Waldlehrpark sowie eine Sommerrodelbahn.

Die Prignitzer Schmalspurbahn PolloFoto: Tourismusverband Prignitz/Markus Tiemann

3. Lenzerwiche-Tour (27 km)
Wer die typische Landschaft der Prignitz kennen lernen möchte, sollte sich auf den Sattel schwingen und durch die Lenzerwische radeln. Lenzerwische – so heißt die Landschaft zwischen der Elbe und der Eldemündung.Von Lenzen aus rollt es sich gemütlich über den Elbdeich, wo einem der erfrischende Wind um die Nase weht. Begleitet werden die Radler vom breiten Strom, der durch die mit Weiden durchsetzten Auen fließt - ein wertvoller Lebensraum für zahlreiche Tiere. Intakte Flussauen wie diese gibt es in Deutschland nur noch selten. Vom Deich herunter führt der Weg ins grüne Hinterland: in kleine Wischedörfer mit den für die Prignitz charakteristischen Feldsteinkirchen und typischen norddeutschen Hallenhäusern aus Backsteinund vorbei an ländlicher Idylle. Die Naturwacht Lenzen, das BUND Besucherzentrum Burg Lenzen sowie die zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin Gertrud Rohloff-Hecker bieten regelmäßig geführte Radtouren entlang der Lenzerwische-Tour an. Für eine Radlerpause bieten sich das Gartenlokal »Elbeglück« in Mödlich oder das Café Raum für Altes und Schönes im Künstlerdorf Breetz an.

Ein Radler auf der Lenzerwische-Tour bei Seedorf an der LöcknitzFoto: Tourismusverband Prignitz/fotografenherz

Hinein in Schatten spendende Wälder und die urige Prignitzer Naturlandschaft - Unsere Top 3 Wandertouren für den Sommer

1. Rundwanderweg Dranser See (10,5 km)
Das kleine 300 Seelen-Dorf Dranse ist eines der ältesten Dörfer des Altkreises Wittstock und beschaulich gelegen im Naturpark Stechlin-Ruppiner Land. Zu Dranse gehören fünf Seen, welche nicht nur die Herzen von Badenixen und Naturfreunden höherschlagen lassen, sondern auch zu erlebnisreichen Wandertouren einladen. So kann der südöstlich vom Dorf gelegene Dranser See auf einem Wanderweg komplett umrundet werden. Auf der Westseite führt der Weg direkt am Ufer entlang und verführt Sie zu einer Abkühlung. Den malerisch gelegenen Rastplätzen mit Blick auf den See kann einfach niemand widerstehen – Brotzeit mit Seeblick.ck an.

Dranser See

2. Nonnenpfad (17,3 km)
Eindrucksvoller als das Kloster Stift zum Heiligengrabe kann Ihr Einstieg in den Nonnenpfad nicht sein. Das 1287 gegründete Kloster Stift ist die einzige fast vollständig erhaltene Zisterzienserinnen-Klosteranlage in Brandenburg und besticht durch ihre mittelalterlichen Bauten wie die Stiftskirche, die Klausur und die Heiligengrabkapelle. Übrigens: Hinter den dicken Klostermauen finden Sie bei heißen Temperaturen auch Abkühlung. Nach wenigen Gehminuten tauchen Sie in den Stiftswald ein. Auch wenn Sie noch nicht viel Wegstrecke hinter sich gelassen haben, sollten Sie an der »Roten Brücke« unbedingt einen Stopp einlegen, denn ein Kneippbecken macht hier müde Füße wieder munter. Einige Meter weiter begrüßt Sie ein hölzerner Hund am Eingang des Naturlernpfades, welcher Ihnen, begleitet vom Nadelbach, den weiteren Weg weist. Informationstafeln und Aktivitätsstationen säumen den Weg. Wer den Wald hautnah unter seinen Fußsohlen spüren möchte, zieht die Schuhe aus und macht einen kleinen Abstecher auf den Barfußpfad. Aber Achtung: Hölzerne Waldschrate blicken durchs Gestrüpp. Verdreht man ihnen den Kopf, geben sie so manches Wissen preis. Weiter geht es durch Wald und Flur bis nach Blumenthal. Hier steht einer der größten hölzernen Aussichtstürme Deutschlands. Nach 187 Stufen werden Sie mit einer grandiosen Aussicht belohnt. Bei guter Wetterlage haben Sie eine Sicht bis zu 40 km, und wenn Sie genau hinschauen, können Sie sogar in der Ferne das Kloster Stift zum Heiligengrabe erblicken.

Blick vom Aussichtsturm in Blumenthal auf die Prignitzer LandschaftFoto: Tourismusverband Prignitz/Markus Tiemann

3. Seerundweg (19 km)
Fast spiegelglatt liegen sie da – still, vom Schilfrohr und Wäldern umsäumt – die Seen der Kyritzer Seenkette. Hier angekommen hat man endgültig das Gefühl den Alltag weit hinter sich gelassen zu haben. Von Norden nach Süden geht es vom unberührten Obersee in den belebten Untersee. Der Untersee lädt nicht nur zum Baden ein, sondern auch Wanderer kommen hier voll auf ihre Kosten. Rund um den Untersee führt ein naturbelassener Wanderweg direkt am Ufer entlang. Das Ufer ist gesäumt von urigen Bootshäusern mit Badestegen, Strandbädern für den Sprung ins kühle Nass sowie Bungalowsiedlungen und Zeltplätzen. Auch der knurrende Magen findet hier seine Zuhörer, denn sowohl auf der Insel inmitten des Untersees als auch entlang des Wanderweges bieten Hotels und Restaurants kulinarische Genüsse mit Seebli

Eine Familie auf dem Seerundweg bei BantikowFoto: Tourismusverband Prignitz e.V./Markus Tiemann

3. Was man im Sommer in der Prignitz unbedingt erlebt haben muss

Eine Fahrt mit dem Pollo

Sie dampft und schnaubt auf der 9 Kilometer langen Strecke von Lindenberg nach Mesendorf –»Pollo”, die einzige Schmalspurbahn Brandenburgs. Von 1897 bis 1971 beförderte sie vor allem Güter quer durch die Prignitz. Bahnknotenpunkt war Lindenberg, das heute ein Kleinbahnmuseum beherbergt. Im Museum in Lindenberg befindet sich eine ständige Ausstellung rund um den »Pollo«. Hier finden Sie umfangreiche Informationen über den Betrieb, die Fahrzeuge und die Menschen, welche bei der Bahn arbeiteten. Modelle, Fotos und Originaldokumente geben einen Einblick in die interessante Geschichte der Bahn. Auf zwei Etagen ist eine Sammlung mit vielen Originalen aus der Schmalspurzeit entstanden.

Wer einmal in die Vergangenheit eintauchen möchte, der sollte eine Fahrt mit dem Pollo unternehmen. Auf der Fahrt können Sie sich auf einem der Aussichtswagen den Wind um die Nase wehen lassen und die Weite der Prignitzer Landschaft vorbeiziehen sehen. Seit 2007 findet regelmäßiger Museumsbahnbetrieb auf der nunmehr neun Kilometer langen Strecke bis zum ehemaligen Knotenpunkt Lindenberg statt. Im Einsatz sind vorwiegend originale Fahrzeuge, wie sie einst beim Pollo unterwegs waren.

Fahrplan 2021:
3./4., 17./18. Juli
7./8., 21./22. August
4./5., 18./19. September
2./3. Oktober
6./7. November
4./5. Dezember: Nikolausfahrten

Tickets können Sie online buchen unter: Pollo

Prignitzer Kleinbahnmuseum Lindenberg e.V.
Lindenberg 91
16928 Groß Pankow (Prignitz)
033982/6 01 28
pollo.de/

Die Prignitzer Schmalspurbahn Pollo bei SonnenuntergangFoto: Tourismusverband Prignitz/R. Meissner

Sommerrodelbahn Groß Woltersdorf

… und ab geht die wilde Fahrt. Die Sommerrodelbahn in Groß Woltersdorf ist einzigartig in der Prignitz. Sie hat eine Länge von 77,5 Meter und ist 15,36 Meter hoch. Für die Abfahrt benötigt man ca. 15 Sekunden und kann dabei bis auf eine Geschwindigkeit von 30 km/h beschleunigen.

Ebenfalls vor Ort befinden sich ein Naturbadesee mit angeschlossenem Zeltplatz sowie sechs Blockbohlenhäuser. Der nahegelegene Waldlehrpark ist ganzjährig für jedermann zugänglich und kann für Feiern gebucht werden.

Wahrberge-Verein
Am Märchenwald 5
16928 Groß Pankow (Prignitz) OT Groß Woltersdorf
03395/30 26 94
verein@wahrberge.de
www.wahrberge.de

Sommerrodelbahn in Groß WoltersdorfFoto: Tourismusverband Prignitz/Markus Tiemann

Den Störchen ins Nest schauen

Die Nase ganz weit oben trägt man in Rühstädt. Auf nahezu jedem der für das Dorf so typischen roten Backsteinhäuschen befindet sich ein Nest. Jedes Jahr klappern hier fast 30 Storchenpaare auf ihren Nestern. So wundert es auch nicht, dass Rühstädt in Sachen Storch deutscher Meister ist und europaweit eines von wenigen offiziellen Storchendörfern. Was Mensch und Natur dem Storch hier bieten, können Sie auf Augenhöhe mit Meister Adebar am Haltepunkt Natur »Walter Fritze Storchenblick« erfahren. Vom Balkon aus haben Sie einen tollen Blick auf das Dorf und seine liebsten Besucher, die Störche. Zählen Sie doch mal die Storchennester, die Sie von dem Balkon aus sehen können.

Die Bewohner Rühstädts haben eine besondere Beziehung zu Meister Adebar, denn fast jede Familie hat im Frühjahr und Sommer »ihr» Storchenpaar auf dem Haus- oder Scheunendach zu Gast. Jedes Jahr werden die Horste für die Weltenbummer zurecht gemacht, bevor die Weißstörche von ihrer langen Reise in Rühstädt eintreffen. Nach erfolgreicher Jungenaufzucht machen sich alle Störche im August auf die lange Reise nach Afrika. Zurückgeblieben sind jedoch die interessanten Szenen der Storchenfamilie auf dem Turmdach des NABU-Besucherzentrums, die von der Storchenkamera aufgezeichnet wurden. Ausgewählte Filmsequenzen erzählen vom Storchenleben im Nest, von lustigen und tragischen Momenten. Im Besucherzentrum Rühstädt betreibt der NABU Brandenburg die Ausstellung »Weltenbummler Adebar«. Dort darf selbst ausprobiert, geschaut und entdeckt werden. Im Besuchershop finden Sie regionale Produkte und naturbezogene Souvenirs.

Das NABU Besucherzentrum Rühstädt bietet geführte Touren (ca. 1,5 Std.) durch Rühstädt an »Wo die weißen Störche wohnen – Ein Rundgang im Storchenland« von April bis August: Mi/Fr 14 Uhr, Sa 11 Uhr

Buchung und Startpunkt:
NABU Besucherzentrum Rühstädt
Neuhaus 1
19322 Rühstädt
038791/80 65 55
info@nabu-ruehstaedt.de
www.besucherzentrum-ruehstaedt.de

Störchegucken in RühstädtFoto: Tourismusverband Prignitz/Lukas Häuser