Pritzwalker Industriekultur

Direkt im Norden der Altstadt am Meyenburger Tor spaltet sich der Dömnitzfluss und bildet eine kleine Insel. Hier befand sich einst der Motor der Industrialisierung in Pritzwalk. Die Tuchfabrik und das Brauereigelände sind heute denkmalgeschützte Zeugnisse der Industriearchitektur des 19. und 20. Jahrhunderts. Beide Gelände wurden umfassend saniert und beherbergen heute Kultur und Gastronomie.

Blick von der Museumsfabrik auf die Stadt PritzwalkFoto: Tourismusverband Prignitz/Markus Tiemann

Von der Promenade der Dömnitz aus hat man einen guten Blick auf die Tuchfabrik mit ihren klar erkennbaren drei Bauepochen. Im Innenhof befindet sich die Museumsfabrik Pritzwalk, das kulturhistorische Museum der Stadt: Rauchende Schornsteine, neue Straßenzüge, Gaslicht in der Dämmerung. Ein neues Zeitalter hatte begonnen! Im Norden der alten Innenstadt, direkt an der langsam fließenden Dömnitz, entstanden die Monumente der neuen Zeit: Fabrik- und Mälzereianlagen aus rotem Klinker. Besucher können über den Eingang in der Tuchfabrik das gesamte Gebäudeensemble aus Brauerei und Tuchfabrik erkunden. Die beiden Gebäude sind authentisches Ausstellungsstück und moderne Museumsfläche in einem. Als kulturhistorisches Museum der Industrialisierung zeigen wir die Zusammenhänge zwischen Fabrik, Menschen und Umwelt zwischen Kleinstadt in der Prignitz und dem weltweiten Handel. Das Museum bietet Exponate aus den Bereichen Tuchfabrik, Druckerei und Handwerk in moderner, anschaulicher Inszenierung. Nach Absprache können Besucher sich selbst als Handweber oder Drucker betätigen. Ein neues museumspädagogisches Konzept baut die bisherigen Angebote aus und bietet ein vielschichtiges Besuchererlebnis für alle Altersgruppen. Als zentraler Kulturort lädt das Museum mit einem Café und einer Aussichtsplattform mit Blick über Innenstadt und Prignitzer Umgebung ein. Das Museum widmet sich in der Dauerausstellung dem Leben und Arbeiten während der Industrialisierung. Das ganze Jahr über gibt es wechselnden aktuelle Ausstellungen, Vorträge und Kulturveranstaltungen. Von der Aussichtsplattform des Treppenturmes hat man einen herrlichen Ausblick auf die Stadt und das Umland. Im Foyer der Museumsfabrik befindet sich auch die Touristinformation Pritzwalk.

BrauereimuseumFoto: Tourismusverband Prignitz/Markus Tiemann

Das nördlich anschließende Brauereigelände mit seiner restaurierten Gründerzeitvilla beherbergte einst eine der größten Privatbrauereien Brandenburgs. Heute finden sich auf dem Gelände Gastronomie- und Veranstaltungsangebote sowie eine kleine Kunstgalerie in Zusammenarbeit mit dem Museum.