Industriekultur in der Prignitz

»Stadt der Nähmaschinen«: Diesen Beinahmen trug Wittenberge ein ganzes Menschenleben lang mit Stolz. Die Ära begann mit der Grundsteinlegung des Singer-Werkes im Jahr 1903. Es folgte eine Blütezeit für das zwischen Berlin und Hamburg gelegene Industriestädtchen. Etwas weiter östlich im kleinen Dömnitzstädtchen Pritzwalk befindet sich in einer alten Tuchfabrik und auf einem ehemaligen Brauereigelände mit der Museumsfabrik ein Industriekulturmuseum. Nur wenige Kilometer entfernt In Pritzwalk sind eine ehemalige Tuchfabrik und der Keller einer alten Brauerei zur Museumsfabrik verbunden. Zahnräder, Uniformtuche und eine Druckerei zum Selbermachen lassen die Industriekultur aufleben. Das Gaswerk in Neustadt (Dosse) und die Patent-Papierfabrik im benachbarten Hohenofen gehören zu den national bedeutenden Industriedenkmalen in Deutschland. Beide Werke blieben mit ihren technischen Einrichtungen vollständig erhalten. Entscheidend für diese Ansiedlungen waren die Wasserkraft, die Rohstoffe und die Verkehrswege. Das Wegemuseum in Wusterhausen/Dosse dokumentiert die Verbindungen in der Region, vor allem die des Straßenverkehrs.

Kopfmotiv: Tourismusverband Prignitz/Markus Tiemann